Online Marketing Services

Markus Brieger  •  Häberlstr. 12  •  80337 München  ☎ 089.44409722  ✎ mail (at) der-onliner.de

Ich berate Selbstständige und kleine Unternehmen im Online Marketing. (▶ Was ist Online Marketing?)
Je nach Art und Umfang der jeweiligen Aufgabe helfe ich bei der Durchführung (Coaching), erledige diese selbst (Outsourcing) oder koordiniere eine Dienstleistung von Dritten (Projektmanagement).

Darüber hinaus übernehme ich auch gerne Tätigkeiten (inklusive Schulungen / Training) in folgenden Bereichen:

✓ Social Media Marketing
✓ Content Marketing
✓ HTML 5 Web Development
✓ Typo3 CMS
✓ Google Accelerated Mobile Pages (AMP)
✓ Bootstrap Responsive Design
✓ Digital Image Processing
✓ SQL Database Queries
✓ Spreadsheet Template Analysis

Ihr Zettel?


Erfahren Sie mehr!

Was ist Online-Marketing?

Sie sind von Buzzwords wie Retargeting, Native und Automatic Advertising mehr als verwirrt? Die Geschichte des Online Marketings und ein Ausblick in die Zukunft werden Ihnen helfen, die Zusammen­hänge zu verstehen.

Worauf kommt es an?

Muss ich nun alle Online Marketing Disziplinen beherrschen? Mit der richtigen Brille filtern Sie die für Sie relevanten Instrumente heraus und integrieren sie in eine erfolgreiche Marketing­strategie.


Und wer bin ich?

Das Studium lehrte, den rationalen Homo Öconomicus gibt es nur, wenn die Men­schen aus der abgeho­benen Position eines Volks­wirtes nur noch als Ameisen erkennbar sind. Analyti­sche Fähig­keiten helfen indes auch, emotions­bedingte Entschei­dungen zu managen.

Was ist Online Marketing? Die Anfänge.

Im Jahr 1990 wird das Internet für die kommerzielle Nutzung freigegeben und somit außerhalb Militär und Universitäten zugänglich. Bevor die Unternehmen jedoch begannen, Websites zu erstellen, wurde das Netz zunächst einmal für den Austausch von Dateien genutzt und der erste Service, der sich etablierte, war das Versenden von Emails. So darf Email-Marketing als erste Form des Online Marketings genannt werden.

Im Mai 1993 wurde der Global Network Navigator (GNN) gegründet. Er diente als Einstiegsseite mit eigenen Inhalten einerseits, andererseits aber auch mit einem Katalog der bis dato ca. 500 Websites (▶ So sah die Seite damals aus). Sie war später auch die erste Website, die ein klickbares Werbebanner enthielt und Display Marketing war erfunden.

1994 stieg die Zahl der Websites von anfänglich 2.700 auf 23.500 am Ende des Jahres. Das Geschäftsmodell von Yahoo bestand zunächst darin, an die Firma gemeldete Sites zu überprüfen und, wenn sie den Qualitäts­anforderungen entsprachen, in eine kommentierte Bookmark-Sammlung aufzunehmen. Das Konzept hatte Erfolg und so wurde es extrem wichtig bei Yahoo gelistet zu sein.

Als Ende 1995 die Suchmaschine Altavista an den Start ging, hatte das Internet bereits 250.000 Sites. Zu viele, um diese manuell in ein Verzeichnis einzupflegen. Ein Ranking-Algorithmus kombinierte die Auswertung der Meta-Tags und die Häufigkeit der Suchbegriffe (Keywords) im Text der Seiten. Mit Suchmaschinen­marketing versucht man seitdem, die Kriterien so perfekt zu erfüllen, dass der Link zur eigenen Website in den Ergebnis­listen ganz oben erscheint.

Die Konzentration auf nur zwei Kriterien hatte fatale Folgen: Mit Keywords vollgepackte, teilweise unleserliche Seiten gewannen das Rennen, die meist nichts mit dem gesuchten zu tun hatten. Neue Ideen waren also gefragt. Larry Page und Sergei Brim, die späteren Gründer von Google, orientierten sich an wissenschaftlichen Publikationen: Ein Artikel in einer Fachzeitschrift war umso bedeutender, je öfter er von Kollegen zitiert und darauf Bezug genommen wurde. Ins digitale übersetzt hieß dies, eine Website ist umso relevanter, je mehr Links zu dieser Seite führen ("Backlinks").

Als auch dieses Vorgehen ausgenutzt wurde, wurden dem Suchalgorithmus immer mehr Kriterien implementiert. Die "Benutzerfreundlichkeit" (Usability) einer Site etwa, oder die geografische Nähe von Anbieter und Nachfrager, um nur zwei Beispiele zu nennen. Um all das Know-how besser zu monetarisieren, führte Google im Jahr 2000 neben der sog. "Organic Search" auch die "Paid Search" ein, bei der gute Platzierungen versteigert werden. Seitdem umfasst Suchmaschinen­marketing (SEM) sowohl Search Engine Optimization (SEO) wie auch Search Engine Advertising (SEA).

Schließlich muss noch Amazon genannt werden. 1995 startete die Idee eines Marketing Netzwerks, in dem Links auf Amazon-Seiten vergütet werden. Hieraus entwickelte sich das Affiliate-Marketing auch als eigenständiges Geschäftsmodell, bei dem Affiliate-System-Betreiber eine Plattform zur Verfügung stellen, mit deren Hilfe Publisher (Affiliates) Links zu kommerziellen Anbietern (Merchant) setzen können. Der Betreiber der Plattform tritt als Makler zwischen beiden Parteien auf.

Und heute: Social Media, Apps und Banner-Blindheit


Die erste große Veränderung erfuhr das Internet Mitte der 2000er-Jahre mit dem groß werden von Social Media. Ja, man verpasste dem Internet gar eine neue Versionsnummer Web 2.0. Doch was war so revolutionär? Bis dato kreierten Spezialisten (Producer) Inhalte, die von Usern (Consumer) genutzt wurden. Nun wurde der Consumer zum Prosumer, die Social-Media-Plattformen ermöglichen jedem Nutzer ohne Kenntnis von Auszeichnungs- oder Programmier­sprache eigene Inhalte zu veröffentlichen.

Die zweite Errungenschaft betrifft den Informationskanal. Bisher dominierte in der Kommunikation der breiten Bevölkerung mit Post, Telefon und Email der one-to-one Kanal. One-to-many war dagegen mit erhöhtem Aufwand verbunden (Veranstaltungen, Infostände und Demos organisieren, Flugblätter drucken etc.). Mit Social Media ist one-to-many bequem und jederzeit vom Sofa aus möglich.

Erste soziale Netzwerke (Classmates und StayFriends, ICQ, Blogger, LinkedIn) starteten bereits Mitte der 90er-Jahre, doch der Durchbruch erfolgte Mitte der 2000er-Jahre mit Facebook, YouTube und Twitter. Auch Unternehmen nutzten alsbald dankend die one-to-many Plattformen, um ihre Botschaften kostengünstig zu plazieren. Heute, da sich ein großer Teil der Internetaktivitäten in Richtung Social Media verschoben hat, kommt niemand mehr an Social Media Marketing vorbei.

Die Einführung des Apple iPhone im Jahr 2007 und der anschließende Siegeszug des Smartphones läutete die nächste große Veränderung mit einem Wandel im Internet-Nutzungsverhalten ein. User sind permanent online, Social Media bekommt dadurch eine noch größere Bedeutung und Daten werden schnell über Apps abgefragt, anstatt auf eine sich langsam ladende Website zu warten. Im Mobile Marketing wird nun einerseits die Werbelücke geschlossen, die durch die Abkehr vom Browser entsteht, zum anderen ergeben sich aber auch völlig neue Perspektiven. Ein Smartphone stellt noch mehr Informationen über den User zur Verfügung, Big Data ist das kursierende Buzzword. Mit Programmatic Advertising werden Werbeflächen nicht mehr nur plattformspezifisch, sondern nutzerspezifisch und ortsbezogen versteigert.

Aber: Je kleiner der Bildschirm, als umso störender wird Werbung empfunden. Negativ wahrgenommen wird auch, wenn genau die Produkte immer wieder in den Werbebannern erscheinen, nach denen der User unlängst gesucht hat (Retargeting), vor allem dann, wenn er sie bereits erworben hat. Verstärkt kommen daher jetzt Adblocker zum Einsatz, die Werbung herausfiltern können. Und wer Werbung zulässt, nimmt sie trotzdem oft nicht wahr, man spricht von Banner-Blindheit.

Um Werbung wieder attraktiv und gern gesehen zu gestalten, werden dem Kunden beim Content Marketing Inhalte angeboten, die für ihn einen Mehrwert darstellen. Dies kann beispielsweise eine nützliche Information sein oder auch gute Unterhaltung. Die Inhalte orientieren sich dabei stark an den Bedürfnissen der Zielgruppe. Das Leistungsangebot des Unternehmens soll dadurch überzeugen, dass Kompetenz, Know-how oder Entertainment hinter den Produkten steht. Darüber hinaus soll kein blinkendes Banner den Lesefluss stören, sondern die Werbung soll sich in die Optik der jeweiligen Website integrieren (Native Advertising).

Wird das Internet in seiner heutigen Form verschwinden?


Gewiss, die Zukunft ist ungewiss. Doch wer kennt nicht die Mäusestrategie für Manager, die uns lehrt, Veränderungen erfolgreich zu begegnen. Um Änderungen rechtzeitig zu erkennen, lassen wir ein paar Meinungsbildner zu Wort kommen.

Die Londoner Agentur Accura Cast hat sich auf lead-digital.de Gedanken zur Such­maschinen­opti­mierung gemacht (▶ Link). Luke Rees meint zu dem Umstand, dass Inhalte immer öfter bequem per Sprache statt Tastatur gesucht werden: "Die Art, wie wir Informationen suchen wird mehr und mehr intuitiv und 'menschlich'. Onlinesuche wird mehr zu einer Unterhaltung als einem seltsamen Keyword-Ratespiel." SEO kommt dann nicht mehr mit Keywords aus, sondern muss ganze Sätze erkennen können. Dabei wird es immer wichtiger, den ersten Platz des Page-Rankings zu ergattern. Nina Wolfsberger hierzu: "Der Umstieg vom Smartphone auf tragbare Geräte scheint auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär, aber eine Änderung scheint dabei sehr wichtig: Durch die Sprachsuche und das kleine Display wird darauf zugesteuert, auf Suchanfragen bloß eine Antwort zu erhalten."

Und wie sehen die Suchergebnisse von morgen aus, welche Bedeutung wird die eigene Website künftig noch haben? Tom Rouse von der internationalen Agentur Hotwire (▶ Link) überlegt, ob die Konversion statt auf die Unter­nehmens­website nicht besser gleich auf ein Shop-Portal führen sollte: "If you’re selling consumer goods would you rather your customer ended up on your website – likely for the first time? Or on Amazon, which they’ve used dozens of times to make purchases, and which will suggest related products they may want to buy?" Hinzu kommt, dass insbesondere neue Publisher oft schon auf eigene Internetseiten verzichten. "They are so impassioned about publishing content on the platforms where their audience lives, they have completely shut down their website – leaving only a landing page that directs to their eight publishing platforms: Tumblr, Kik, YouTube, Facebook, Twitter, Vine, Instagram and Snapchat."

In der Post-PC-Ära mit Smartphone, Tablet und Wearables verliert die Website zusehends an Bedeutung. Die User bevorzugen Apps statt mobiler Websites. "Das Web von 2020 wird womöglich ganz anders aussehen, es kommt vielleicht der Tag, an dem der Browser nicht mehr der wichtigste Einstiegspunkt ist", meint David Bryant von Mozilla in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung (▶ Link). Ein Teufelskreis beginnt. Martin Weigert von netzwertig.org schreibt auf foerderland.de (▶ Link): "Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wenn im Zuge der mobilen Revolution das Interesse der Menschen für Browsercontent abnimmt und sie dementsprechend seltener wie einstmals durchs Web surfen, verringert sich auch die Bereitschaft, derartige Sites weiter zu warten und zu pflegen."

Doch auch das Zeitalter der vielen kleinen Apps könnte bald wieder vorbei sein. Messenger werden immer mehr zu Plattformen ausgebaut, auf denen man einkaufen und bezahlen kann, ein Taxi rufen oder ein Restaurant in der Nähe suchen. Sie übernehmen damit Funktionen, die der Browser einst hatte. David Marcus von Facebook schreibt dazu in einem Blogeintrag: "It is so much easier to do everything in one place that has the context of your last interactions, as well as your identity – no need to ever login – rather than downloading apps that you’ll never use again and jumping around from one app to another." (▶ Link)

Und was von all dem ist von Relevanz?


Angler
Filtern Sie die für Sie relevanten Internet-Plattformen und Online Marketing-Methoden heraus!


Kennen Sie die Phrase "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler"? Ist das unser Ziel? Ja und nein. Der Fisch wird getäuscht und bereut letztendlich seine Entscheidung. Beides wollen wir im Marketing nicht. Es geht vielmehr darum, dem Kunden einen Mehrwert zu generieren, indem sein vorhandener oder durch entsprechendes Marketing geweckter Bedarf gedeckt wird. Und er soll wiederkommen (Kundenbindung).

Richtig und wichtig an dem Bild des Anglers dagegen ist, dass sämtliche Online Marketing Aktivitäten nicht den Auftraggeber, sondern die Zielgruppe ansprechen müssen. Verteilen Sie Ihr Online Markeing-Budget effizient auf jene Plattformen, die von Ihrer Zielgruppe genutzt werden. Sie werden mir zustimmen, dass es wenig Sinn macht, den Großteil für die Erstellung und Pflege einer Website zu verwenden, wenn Ihr Publikum hauptsächlich Apps und/oder Social Media nutzt. Oder sind es Ihre Kunden nach wie vor gewöhnt, sich auf Ihrer Firmenwebsite zu informieren (was insbesondere B2B der Fall sein dürfte)? Wollen Ihre Kunden informiert oder unterhalten werden? Erwarten sie erklärenden Text, Video oder gar schon Chatbots? Ist paid oder organic Content sinnvoller? All diese Fragen sind zu klären.

Internet ist visuell. Die User scrollen, wischen und lesen quer. Es bleiben also nur Sekunden, um Aufmerksamkeit zu erwecken. Doch welche Farbe, Form und Sprache ist dafür geeignet? Auch das hängt wiederum von der Zielgruppe ab. Das DISG-Modell oder Limbic liefern hier Ansatzpunkte. Im Neuromarketing geht man generell davon aus, dass (Konsum-) Entscheidungen mehr durch Emotionen und weniger rational getroffen werden, welche wiederum von Farben, Formen und Reizen (wie Neugier, Erotik, Angst, Provokation, Humor, Ästhetik, etc.) hervorgerufen werden.

Wie ▶ oben beschrieben, hat sich Online Marketing im Laufe der Zeit bereits stark gewandelt. Die Forschung in der Neurowissenschaft wird immer wieder neue Erkenntnisse über unser Kaufverhalten liefern. Der technische Fortschritt wird das Nutzerverhalten im Netz auch zukünftig verändern. Online Marketing morgen wird daher anders aussehen als Online Marketing heute. Ist Ihre Strategie noch up to date?



Flipchart


Unter ▶ http://nachlese.tumblr.com/ finden Sie eine Pinnwand mit aktuellen Presse­mel­dun­gen rund ums Online Marketing.

Über mich.


Dipl. Volkswirt (Empirische Ökonomie, Ökonometrie)

Online Marketing Manager (IHK-zertifiziert)

online seit 26 Jahren...


erste Computererfahrungen auf einem C64


Marktforschung, Controlling, Data-Warehouse-Admin, IT-Schulungen, Projektleitungen


analytisch, strukturiert, zielorientiert, zuverlässig, wertschätzend


accelerated mobile pages, html5, typo3, olap, sql database queries


Wetter, Ausflugstipps, Fotos: ▶ http://www.zwei-mal-drei-macht-vier.de/


Zeitfallen - Der Blog zum prokrastinieren: ▶ http://zeitfallen.tumblr.com/


HörBar - (m)ein musikmerkzettel. abhängig. obsolet. seit 2015: ▶ http://hoerbar.tumblr.com/